ISPCA warnt vor Überproduktion an Fohlen in Irland
Denis Lynch sammelt weiterhin
Geld für notleidende Pferde
Die irische Tierschutzorganisation ispca registriert nach den Angaben des
Geschäftsführers Noel Griffin bereits im ersten Quartal dieses Jahres mehr
Notrufe als im Zeitraum des vergangenen Jahres, bereits fünfmal mehr als im Jahr 2008.
Nicht nur das. Mit Sorge sehen die Tierschützer derzeit auf die grünen Wiesen
und die dort grasenden Mutterstuten mit ihren Fohlen. Denn das Bild trügt:
Obwohl der Markt gesättigt sei, würden die Züchter weiterhin Pferde
produzieren, warnen die Experten. Die ispca schätzt, dass es zwischen 10 000
und 20 000 „überschüssige“ Pferde in Irland gibt, deren Zukunft ungewiss ist. Eine
weitere Sorge: Da Pferdebesitzer - auch aus Geldmangel - auf Kastration der
freilaufenden Hengste verzichten, erhöht sich die Zahl der Pferde immer weiter.
Es mache keinen Sinn, mehr und mehr hungrige Mäuler zu haben, die im
Winter nicht ernährt werden könnten. Chief Inspector Conor Dowling (ispca) meint:
„Züchter sagen mir, dass sie die Pferde nicht kostenlos hergeben können – und
im gleichen Atemzug teilen sie mit, wie viele Fohlen sie von ihren Stuten
erwarten.“ Der Markt ist nach ispca-Einschätzung zusammengebrochen. Für weniger
als eine Schachtel Zigaretten wechseln dann Tiere ihre Besitzer. Weil die
Pferde nicht entwurmt und voller Parasiten sind, haben sie keine Abwehrkräfte. Die
traurige Tatsache werde dann von Oktober an sichtbar. Dann, wenn die jungen
Pferde aufgrund der harten Witterung leiden werden, weil sich niemand um sie
kümmere.
Denis Lynch will angesichts dieser Situation weiter Geld sammeln um den
notleidenden Pferden in Irland zu helfen. „Wir müssen es schaffen, dass ein
Umdenken bei den Pferdebesitzern stattfindet“, sagt der Rider of the Year 2010.
Erste Aufgabe ist, den leidenden Pferden zu helfen, Medikamente zu kaufen,
Futter und Ställe bei den Tierschutzorganisationen bereitzuhalten. Die zweite
Aufgabe will Denis Lynch langfristiger angehen: Mit einem Erziehungs-Programm,
das auf fünf Jahre angesetzt ist, sollen Jugendliche in den Schulen den artgerechten Umgang mit Pferden erlernen.
„Ich werde selbst in Schulen gehen und den Kids erläutern, dass Tiere
ordentlich behandelt werden müssen“, sagt Lynch. Er plädiert dafür, dass alle
Pferde mit Chips markiert werden. Denn nur so können die Besitzer ausfindig und
wenn nötig bei einem fall von Tierquälerei zur Rechenschaft gezogen werden. „Wer
seine Pferde vernachlässigt, gehört bestraft!“, diese Ansicht vertritt Denis Lynch
vehement.
Er erhält viel Unterstützung für sein ehrenamtliches Engagement. „Ich
freue mich sehr, dass ich mit den beiden großen Turnierserien Riderstour und
Global Championstour Partner gefunden habe, die mich bei dieser Arbeit
unterstützen. Bei beiden Serien wird für die Pferde in Irland gesammelt“, sagt
Lynch. Besonders freut es ihn,
dass die schweizer Fachzeitschrift „Die Pferdewoche“ bei ihren Lesern über 50
000 Schweizer Franken für die Spendenaktion sammeln konnte. Ebenso wie die Verantwortlichen der ispca ist
er überwältigt von der Hilfsbereitschaft. Lynch: „Ich werde weiterhin persönlich
dafür sorgen, dass das Geld komplett den leidenden Pferden zu Gute kommt!“
Champion showjumper Denis Lynch
has raised €100,000 to assist the Irish Society for the Prevention of
Cruelty to Animals (ISPCA) in tackling Ireland’s horse and pony welfare crisis.
The announcement was made at the charity’s head office and National Animal
Centre in Keenagh, Longford.
A €20,000 cheque has been already
sent on in previous weeks and during his visit to the Centre today,
Denis presented a cheque for a further €80,000, with a promise of more to come.
The money was personally raised by
Denis from overseas donors based in Germany, Switzerland and Holland to help
the charity in the rescue and rehabilitation of abandoned and neglected horses,
as it struggles to cope with unprecedented numbers as a result of the economic
recession.
Denis flew in from Germany to visit
the National Animal Centre in Longford and see the extent of the crisis for
himself. He visited the horses, ponies and other equines housed there and
met with ISPCA chief executive Noel Griffin, Barbara Bent, Honorary Secretary
of the ISPCA, Chief Inspector Conor Dowling as well as other Centre staff.
“Once I was made aware of this issue
back in Ireland, it preyed on my mind for months and I felt I had to do
something to help in some way if possible. International showjumping brings me
into contact with a large group of very affluent people who are very involved
with horses and were aware of the issue in Ireland, not only through the press
but also through contacts in the horse world. I decided to tap into that
interest and use it to raise funds for the ISPCA, which is doing Trojan
work in this area but desperately needs more financial assistance,” said
Denis.
Tipperary-born Denis Lynch is one of
Ireland’s top-ranked champion international showjumpers. Currently 9th in
the world, he has been living and working in Germany for the past 16
years. Back in the summer, Denis had been alerted to the suffering
through extensive international press coverage. He contacted the
ISPCA directly before Christmas and told them of his intentions and then duly
launched his appeal at a major showjumping event in Basel in
January.
“It is difficult to express
adequately how much the very real support of someone like Denis means to the
charity at a time when we need it most”, said Noel Griffin, the chief
executive of ISPCA. “While we do receive a grant from the Department of
Agriculture and the general public have been tremendously supportive,
nonetheless there still remains a large gap between this and our actual
financial costs, which have risen sharply as a result of the equine welfare
crisis. The funds raised by Denis will go a long way towards alleviating the
suffering of the horses and ponies that come into our care,” he
continued.
Equine calls to the charity’s animal
cruelty helpline have tripled since 2008, with over 2,000 cases reported in
2010 and the pattern of calls in the first months of this year indicate that
this figure will be exceeded in 2011. Many of the rescued animals require
long term and costly rehabilitation.
Chief Inspector Conor Dowling added,
“So many equines are being discovered in need of specialist treatment that
equine care staff are inundated with requests for assistance. Organising
transport and accommodation for these animals is a major issue and our
facilities are already stocked well beyond the designed capacity. The psychological
effect it has on our staff and inspectors also takes its toll.”
March 1st 2011
€ 100.000 FÜR DIE ISPCA VON SPRINGREITER DENIS
LYNCH
LONGFORD - Springreit-Champion
Denis Lynch hat der "Irish Society for the Prevention of Cruelty to
Animals" (Irische Gesellschaft gegen Gewalt an Tieren) (ISPCA) € 100,000 zur
Bewältigung der Problematik im Bereich der Pflege von Pferden und Ponys in
Irland zukommen lassen. Dies wurde am Hauptsitz der Wohltätigkeitseinrichtung
und National Animal Centre in Keenagh, Longford, bekanntgegeben.
Den ersten Scheck über € 20.000 erhielt
die Einrichtung bereits in den vergangenen Wochen, und während seines heutigen
Besuchs im Zentrum hat Denis Lynch einen weiteren Scheck über € 80.000
übergeben und gleichzeitig versprochen, dass dies noch nicht der letzte gewesen
sei.
Das Geld wurde persönlich von
Denis Lynch von Spendern aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden
gesammelt, um die Wohltätigkeiteinrichtung bei der Rettung und Rehabilitierung
von verwaisten und vernachlässigten Pferden zu unterstützen; denn aufgrund der
Wirtschaftskrise ist die Anzahl der betroffenen Tiere so hoch wie nie zuvor.
Denis Lynch flog von Deutschland
aus zum National Animal Centre in Longford und konnte so das Ausmaß der Krise
selbst begutachten. Er besuchte die Pferde, Ponys und andere Einhufer und traf
sich zudem mit dem ISPCA Geschäftsführer Noel Griffin, mit Barbara Bent, ehrenamtliche
Sekretärin der ISPCA, dem leitenden Inspektor Conor Dowling sowie mit anderen
Mitarbeitern des Zentrums.
"Als ich von diesen
Ereignissen in Irland erfahren habe, ließ mich der Gedanke daran über Monate
hinweg nicht mehr los, und ich dachte, dass ich etwas unternehmen muss, um
irgendwie zu helfen. Durch das internationale Springreiten habe ich Kontakte zu
vielen wohlhabenden Menschen, denen Pferde sehr am Herzen liegen, und die über
dieses Dilemma Bescheid wussten, nicht nur durch die Presse, sondern auch durch
Kontakte in der Pferdeszene. Ich habe beschlossen, dies zu nutzen und Spenden
für die ISPCA zu sammeln, die Unglaubliches in diesem Bereich leisten, aber
dringend mehr finanzielle Unterstützung benötigen", sagte Denis Lynch.
Der in Tipperary geborene Denis
Lynch ist einer der Spitzensportler im internationalen Springreiten. Derzeit
belegt er Platz 9 in der Weltrangliste. Er lebte und arbeitete in den
vergangene 16 Jahren in Deutschland. Vergangenen Sommer erfuhr er durch die
internationale Presse von den herrschenden Umständen in Irland. Er kontaktierte
unmittelbar vor Weihnachten die ISPCA und teilte sein Vorhaben mit. Im Januar
verkündete er dies noch offiziell bei einem Turnier in Basel.
"Es ist schwer in Worte zu
fassen, wie viel die Unterstützung von jemandem wie Denis Lynch für eine
Einrichtung wie unsere bedeutet, wenn diese Hilfe so dringend benötigt",
sagte Noel Griffen, Geschäftsführer des ISPCA. Obwohl wir Zuschüsse vom
Landwirtschaftsministerium bekommen, und uns die allgemeine Öffentlichkeit
ungeheuer unterstützt, klafft trotzdem noch eine große Lücke zwischen den
Spenden und Geldern, die wir erhalten und den tatsächlichen Kosten, die
aufgrund der Wirtschaftskrise im Pferdebereich stark angestiegen sind. Die von
Denis Lynch gesammelten Gelder werden zur Linderung des Leidens der in unserer
Pflege befindlichen Pferde und Ponys verwendet", sagte er abschließend.
Die Anrufe, die bei unserer
Hotline für Tiergewalt eingehen, haben sich seit 2008 verdreifacht. Im Jahre
2010 wurden über 2.000 Fälle gemeldet, und das Anrufmuster innerhalb der ersten
Monate dieses Jahres zeigt, dass diese Zahl im Jahre 2011 noch überschritten
wird. Viele der geretteten Tiere benötigen eine langfristige und
kostenintensive Rehabilitierung.
Der leitende Inspektor Conor
Dowling fügte hinzu: "So viele Pferde benötigen eine Behandlung durch
Spezialisten, dass das Pferdepflegepersonal mit Hilfegesuchen überschüttet
wird. Ein wichtiges Thema ist auch die Organisation des Transportes sowie die
Unterbringung dieser Tiere, und die Kapazitäten unserer Einrichtung sind
bereits stark überbeansprucht. Auch die psychologischen Auswirkungen auf unsere
Mitarbeiter und Inspektoren fordern ihren Tribut."
1.3.2012
ISPCA Press Release - 16 February 2011
ISPCA defends coverage of equine welfare problems
The ISPCA has moved to emphasize the scale of the equine welfare problems that it is facing in response to a statement from Horse Sport Ireland suggesting that coverage of the crisis was “overstated and unbalanced”.
Joe Collins, president of the Veterinary Council of Ireland and author of an in-depth study on horse welfare in Ireland, was widely quoted last year giving the estimated number of “surplus horses” in the country as 10,000 to 20,000. This was due to overproduction of poor or moderate quality animals and the resultant saturation of the market with virtually valueless animals.
While this figure referred to “surplus” animals, the number was picked up by the foreign media with some erroneously reporting that there are tens of thousands of equines wandering loose around the island of Ireland.
Conor Dowling, Chief Inspector with the ISPCA, said “While we would agree that some of the European reporting of our equine situation has been inaccurate and sensationalist, it would be a grave error to attempt to downplay the scale of the problem facing this country”.
The ISPCA has been attempting to highlight this escalating problem since 2008 during which time the number of calls made to the organisation’s National Animal Helpline has doubled year on year. The numbers of equines taken into care by the charity’s Inspectors has also increased drastically with nearly as many rescued in the first six weeks of 2011 as in the whole of 2010. Last year’s figure was, in turn, twice that of 2009.
While the society acknowledges that the numbers of animals being accommodated by charities does not compare with the enormous figures quoted in some reports it is keen to point out that the animals in rescue centres are only the very worst examples.
Mr. Dowling said “Due to the limitations of our charitable resources we must focus on those animals most in need. We are visiting equines in conditions we would not have tolerated a few years ago but are forced to leave them where they are as we do not have the finances, manpower or facilities to help them all”.
In addition to the dozens of equines taken into ISPCA facilities in the opening weeks of 2011, the society’s Inspectors have arranged the euthanasia of 12 others and have encountered in excess of 30 carcasses.
Chief Inspector Dowling does not agree with Horse Sport Ireland’s assertion that “a small number” of horses are neglected saying “our representatives are seeing equines all over the country that are not receiving the standard of care that they should. These may not be the type of horses with which the HSI is normally familiar but they are equines nonetheless”.
While recognising that it is inaccurate and unfair to attempt to blame any particular sector for the current problems, the ISPCA believes that all parts of the equine industry contributed in some way and should therefore all be involved in the solution.
The organisation’s staff are becoming increasingly frustrated with the pressures they are facing daily and their inability to help more animals. Mr. Dowling said “we are receiving criticism from the public for not doing more but there is no point in us expending all our resources this month and ceasing to operate next month. We need help in dealing with this crisis”.
Spurensuche der Besitzer würde leidenden Pferden helfen
Denis Lynch begrüßt Sichtweise des irischen Verbandes
Die Not der leidenden Pferde in Irland beschäftigt viele Menschen. Tierschutzorganisationen vor Ort versuchen täglich, die herumstreunenden Tiere zu füttern, medizinisch zu versorgen. Nachdem die Medien außerhalb des Landes das Thema aufgegriffen haben, nimmt jetzt auch der irische Sportverband (Horse Sport Ireland) Stellung. Obwohl er die Zahl „20 000 herumstreunende Pferde“ wie andere Fachleute ebenfalls als zu hoch gegriffen sieht, erkennt auch der Verband eine Notwendigkeit zu handeln.
Denis Lynch, Rider of the Year 2010, sieht darin eine Bestätigung seiner Arbeit. Vor zwei Monaten hat der irische Springreiter und Weltranglisten-Neunte eine Spendenaktion initiiert, die sich um die leidenden Pferde in Irland kümmert. Lynch arbeitet mit der irischen Tierschutzorganisation ispca zusammen. Schon 130 000 Euro hat der in Münster lebende Ire gesammelt. Denis Lynch: "Egal, ob 20 000 oder 4000, 7000 oder „nur“ 500 - jedes vernachlässigte Pferd ist eines zu viel!" Der Verband hat nun angeregt, das System der Spurensuche (traceability), das bereits bei Rindern, Schafen und Schweinen eingesetzt wird, auch bei Pferden anzuwenden. Damit könne der Besitzer ausfindig gemacht und bei Vergehen zur Rechenschaft gezogen werden. Denis Lynch sieht darin einen wichtigen Schritt: „Es wäre nicht nur wünschenswert sondern notwendig, wenn diese Spurensuche auch bei Pferden angewendet würde. So könnten Besitzer von vernachlässigten Pferden auch bestraft werden." Einig sind sich Lynch und die Verantwortlichen der ispca mit dem Verband, dass sich die Einstellung einiger Pferdebesitzer gegenüber ihren Tieren grundsätzlich ändern müsse. "Ich begrüße die jetzt vom Verband erkannte Notwendigkeit, ein Erziehungsprogramm für Pferdebesitzer zu entwickeln. Nur so kann langfristig gewährleistet werden, dass die Pferde horsemanlike gehalten werden", sagt Lynch zu der Stellungnahme des Verbandes vom 12. Februar. Denn nur so könne erreicht werden, dass sich Irland wieder als Pferdeland mit positivem Image nach außen darstelle. Denis Lynch wird Anfang März nach Irland reisen und sich vor Ort ein Bild machen, wie den leidenden Pferden weiter geholfen werden kann.
Looking for clues of the owners would help suffering horses
Denis Lynch welcomes the attitude of the Irish Association
Many people are concerned about the plight of suffering horses in Ireland. Animal welfare organisations in Ireland are trying to feed the roaming animals on a daily basis and to provide them with medical care. After the international media has latched on to the topic, also the Irish Sports Association (Horse Sport Ireland) is now voicing an opinion. Although the association, as do other experts, considers the number of “20,000 roaming horses” as to high an estimate, it recognises the need for action.
Denis Lynch, Rider of the Year 2010 and ranked 9th in the world, considers this to be a confirmation of his work. Two months ago the Irish show jumping rider has initiated a donation campaign to take care of the suffering horses in Ireland. Lynch works together with the Irish animal welfare organisation ispca. The Irishman living in Münster (Germany) has already collected €130,000 in Germany and Swizzerland. Denis Lynch: “It doesn’t matter if there are 20,000 or 500 of them – every neglected horse is one too many!” The Association now suggested utilising the hunt for clues (traceability), which is already successfully used in the case of cattle, sheep and pigs, also for the owners of the horses. This would allow finding the owner and prosecuting him in case of a delict. Also Denis Lynch considers this an important step: “It is not just desirable, it is necessary that the traceability is applied also to the horses.” Lynch and the responsible parties of ispca agree with the organisation that the attitude of the owners toward their horses has to change in general. “I welcome that the Association now recognises the need to develop an educational program for the owners of the horses. It is the only way to ensure that the horses are kept horseman-like in the long run” says Lynch regarding the statement of the Association on the 12.February. Only then can Ireland regain its positive image as horse-country toward the rest of the world. Denis Lynch wants to travel to Ireland at the beginning of March to gather his own impressions on site of how these suffering horses could be helped.
Der Springreiter Denis Lynch hilft leidenden Pferden in seiner Heimat. Den grünen Rock hat er aus Ärger über seinen Verban abgelegt. (mehr..)
Pferde in Irland: Opfer der Krise
WDR - Tiere suchen ein Zuhause - 30.01.2011
Die Krise und das Leid der irischen Pferde spitzt sich zu
Denis Lynch bittet um weitere Spenden
„Bilder, die uns aus Irland erreichen sind kaum zu ertragen“, sagt der derzeitige Rider of the Year, Denis Lynch. Der Weltranglisten-Neunte der Springreiter, der aus dem irischen Tiperrary stammt, engagiert sich seit Anfang des Jahres für die leidenden Pferde in seiner Heimat. „Wir freuen uns sehr über die täglich eingehenden Spenden“, sagt Lynch. Er arbeitet mit der irischen Tierschutzorganisation ispca (The Irish Society for the Prevention of Cruelty to Animals) zusammen.
Von dort haben ihn jetzt schreckliche Nachrichten erreicht. „Die ispca wird kaum mehr Herr der Lage“, sagt Lynch. Innerhalb von nur 48 Stunden hat die Organisation 22 Pferde aufgenommen. Allein in der vergangenen Woche waren dies über 30 Tiere. An die 100 Pferde sind jetzt in der Obhut der Tierschützer, es gibt zahllose Tiere, die darauf warten, aufgenommen zu werden. Diejenigen, die bei der ispca gelandet sind, haben es besser als die Streuner. Viele von ihnen werden lange gepflegt werden müssen, um wieder gesund zu werden, einige mussten eingeschläfert werden. Für einige der Tiere kam jede Rettung zu spät. Da sich derzeit nur um die schlimmsten Fälle gekümmert werden kann, leiden viele Pferde, die ebenfalls Hilfe benötigen würden. „Wir sind nicht in der Lage, Pferde weiterhin in so großer Zahl aufzunehmen“, sagt ISPCA Chief Inspector Conor Dowling. „Unsere Kapazitäten sind ausgeschöpft.“
Hilfeleistungen und die große Spendenbereitschaft aus Deutschland und der Schweiz sind für die ispca nicht nur willkommen, sondern dringend notwendig, um die leidenden Pferde weiterhin versorgen zu können. Denis Lynch: „Ich werde alles dafür tun, mich weiterhin für diese Geschöpfe einzusetzen. Egal, ob Sportpferd oder kleines zotteliges Pony. Beide brauchen Futter, beide brauchen Hufpflege, beide brauchen einen Tierarzt, wenn sie krank sind.“
ISPCA Press Release 24 January 2010
National
Equine Welfare Crisis Worsens
The Irish Society for the
Prevention of Cruelty to Animals (ISPCA) is warning that the equine welfare
crisis gripping the entire country has escalated to levels that have rocked the
charity and left it struggling to cope with the volumes of equines needing its
assistance.
The organisation took 22
equines into care within a 48 hour period this week from locations as diverse
as Donegal, Cork, Westmeath and Carlow. This brought the total number of
equines rescued by the ISPCA in the past two weeks to 30. Many of these animals
require long term and costly rehabilitation.
But these animals were the
lucky ones, many others are not so fortunate. The call sometimes comes too late
and ISPCA Inspectors are discovering dead horses on an almost daily basis.
Sometimes it is all an
Inspector can do to organise a swift and humane death for an animal, something
Inspector Lisa O’Donovan was forced to do on successive days this week in Cork.
ISPCA officials have so far this year arranged the euthanasia of several
equines which were too far gone to help.
Since the organisation is
so stretched dealing with the most needy of cases where horses are in immediate
danger, it is being forced to leave other animals in conditions that would not
normally be considered acceptable.
In addition to putting
enormous pressure on the extremely limited resources of a charity this
situation is placing an emotional and psychological burden on the staff trying
to cope with the demands.
ISPCA Chief Inspector Conor
Dowling said “We are really only fire-fighting, trying to address the most
serious situations. Our Inspectors are trying in vain to keep on top of the
volume of calls that they are receiving and must prioritise those that they
think most urgent. I am aware any complaints which they have been unable to get
to weigh heavy on their minds every evening”.
It is not only the
society’s Inspectors that are affected. So many equines are being discovered in
need of specialist treatment that equine care staff are inundated with requests
for assistance. Organising transport and accommodation for these animals is
becoming increasingly problematic.
“We cannot continue to take
in equines at the rate we are currently” said Mr. Dowling, “it simply isn’t
sustainable. Our facilities are already stocked well beyond their designed
capacity”.
The ISPCA is calling on the
government to take increased ownership of this massive problem which is
threatening to damage the reputation of the Irish horse industry having already
received worldwide coverage.
The charity is issuing an
urgent appeal for donations to allow it to continue its valuable work.
Please log onto the ISPCA website to
make a secure online donation www.ispca.ie.
Thank you.
Danke an alle Spender!
Liebe Pferdefreunde,
wir sind überwältigt,
welche große Resonanz die Spendenaktion zur Unterstützung notleidender Pferde
in Irland hervorgerufen hat.
Täglich gehen kleinere
und größere Spenden auf unser Konto ein.
Unglaublich war die
Aktion beim Internationalen Reitturnier, dem CSI Basel, vom 13. bis 16. Januar
2011. Dort haben die Zuschauer 4860 Schweizer Franken gesammelt. Außerdem haben
Personen und Firmen, die nicht genannt werden wollen, sagenhafte 100 000
Franken auf unser Spendenkonto überwiesen!
Mit diesem großen Betrag
können wir jetzt der irischen Tierschutzorganisation ispca eine mittel- bis
langfristige Unterstützung zur Rettung notleidender Pferde zukommen lassen.
Wir werden sofort einen
ordentlichen Betrag nach Irland überweisen, so dass dort schnell Futter,
Medikamente und Hufschmiedarbeiten bezahlt werden können.
Wir werden Sie natürlich
weiterhin über unsere Maßnahmen auf dem Laufenden halten.
Vielen, vielen Dank für
Ihre Hilfe!
Ihr Denis Lynch
Irish horses suffer
“Please support me to help them!”
All charitable donations go to the Irish society for the prevention of cruelty to animals (www.ispca.ie)
Ich bitte euch um Spenden für die leidenden Pferde in Irland!
Tausenden von Pferden droht inIrland der Hungertod und ein qualvolles Verenden, weil ihre Besitzer aufgrundder Wirtschaftskrise Futter und Tierarzt nicht mehr zahlen können. Tausende von Tieren, so wird geschätzt, sind überflüssig geworden. Viele von ihnen irren abgemagert oder krank in der Landschaft herum, streunenzwischen den Hochhäusern, sind am Straßenrand angebunden.
Wir Reiter sind auf die gute Partnerschaft zu unseren Pferden angewiesen.Es ist höchste Zeit, dass wir den leidenden irischen Pferden helfen. Ich möchtemit Spendenaktion Geldsammeln und den Betrag der Tierschutzorganisation „The irish society for theprevention of cruelty to animals” (www.ispca.ie) übergeben.
Unsere Tradition und Kultur ist ganz eng mit dem Pferd verbunden. Wer sichbisher ein Pferd halten konnte, war ein stolzer Mann. Wenn ich jetzt das Elendin meiner Heimat sehe, dann blutet mein Herz.
Ich möchte schnell dazu beitragen, dass sich die Situation der Pferde inIrland wieder verbessert. Deshalb werde ich bei Reitturnieren sammeln: in denVIP-Bereichen, bei den Zuschauern. Wenn ich mir vorstelle, wieviel Geld undFürsorge wir in die Betreuung unserer Sportpferde stecken, und dann sehe, wiedie Pferde in Irland verrecken, dann fühle ich mich gezwungen, einzuschreiten. Wirkönnen das Leiden mindern.
Wir arbeiten mitder Organisation „The irish society for the prevention of cruelty to animals” (www.ispca.ie) zusammen. Deren Chief Inspector Conor Dowling hat in diesemHerbst schon Alarm geschlagen und über die Katastrophe mit den irischen Pferdenberichtet. Er hat in den vergangenen Jahren immer wieder Pferde bei seinerTierschutzorganisation aufgenommen. Doch die derzeitige Anzahl sprengt alle bisherigen Grenzen. Es fehlenStälle, Futter, Geld für Tierarzt und Hufschmied. Viele Tiere sind so schwerverletzt, dass man sie sogar erlösen muss. Ich habe Fotos gesehen, dieunbeschreiblich sind. Als Sportler, die für ihre Pferde verantwortlich sind,dürfen wir so etwas nicht zulassen. Ich werde natürlich persönlich überprüfen,was mit dem gesammelten Geld geschieht und mich vor Ort über den Einsatz derSpenden informieren.
Klar ist, dass nicht alle Pferde, die von der Organisation aufgenommen werden, auch gesundgepflegt werden können. Manche sind zu mager und zu schwach. Doch es ist mir lieber, einem Pferd denGnadenschuss zu geben, als es langsam und qualvoll sterben zu lassen.
Meine Idee ist, die Pferde nach ihrer Rekonvaleszenz an Reitvereine auch in Deutschland zuvermitteln. Dann erfüllen sie wieder einen guten Dienst, tragen ihre Kostenselbst - und die ispca hat Platz für neue Patienten.